Auf die Ohren! #4: Ja, Panik – DMD KIU LIDT

Zu österreichischem Kulturgut habe ich sowieso allein durch meine Herkunft ein sehnsüchtiges Verhältnis. Die Stimmung melancholischer Musik von dort, oder die der österreichischen Filme, berührt mich oft mehr als alles andere, da mir der Slang und das Gefühl einfach näher liegen. Auch wenn Österreich schon lang nicht mehr meine Heimat ist.
Österreich ist auch nicht mehr die Heimat der aus Wien stämmigen Band Ja, Panik, die mittlerweile im Umfeld von Christiane Rösinger in Berlin wohnen. Trotzdem versteckt Texter und Sänger Andreas Spechtl seinen Akzent nicht und ist einer der besten, die wir in der deutschsprachigen Musikszene grade haben. Ironischerweise hat sich die Bilingualität trotzdem im Stil von Ja, Panik auch auf dem neuen Album gehalten, teilweise sind die Songs auch nur auf Englisch, wobei die deutsch-österreichische Mischung immer noch dominiert. Seit dem ersten Album habe ich mich in diese Band verliebt, das schaffen sie auch auf ihrem neuen. Zusammen mit Kreisky stellen sie eine neue Definition von Austropop dar und passen doch in garkein Raster. Ihre Texte handeln von den Höhen und öfter mal von den Tiefen der kapitalistischen Gesellschaft, in der wir uns die Probleme alle selber erschaffen und in der es uns doch gut geht. Was „DMD KIU LIDT“ nun eigentlich heißt, wird in jeder Rezension zu der Scheibe erläutert, aber für alle, die sie noch nicht kennen, sage ich es noch einmal: Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit. WORD!

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