Ein paar Filmideen, bei denen mir bisher keiner hilft…

Ein paar Filmideen, teilweise halbherzig zu Papier gebracht, teilweise mit Dialogen ausgeschmückt:

Eine ausführliche Idee für einen Film über Vergewaltigung:

(Musik: Heinali – Into the Sea)

 

Einblendung von Schwarz. Ein flimmernder Fernseher. Schnitt, Kamera auf ein Mädchen in T-Shirt und Unterhose, sie liegt auf einem Bett in einem recht kargen Zimmer. Sie betastet ihren Bauch, ihre Hand wandert langsam unter ihre Unterhose, sie beginnt, sich selbst zu befriedigen. Dabei blickt sie aber trotz ihrer Bewegungen starr auf den Bildschirm vor ihr. Immer wieder Schnitte dorthin, wo Bilder von Wassertropfen, dem Meer und sich loslassenden Händen erscheinen, um dann wieder dem Flimmerbild Platz zu machen. In dem Moment, in dem die Musik ruhiger wird und in Ambient-Stimmung abdriftet, geht die Tür auf, ein maskierter Mann steht auf einmal im Zimmer. Er trägt eine Kabuki-Maske. Das Mädchen hört mit der Selbstbefriedigung auf, verharrt aber in der Position. Auf dem Fernseher erscheint ein Bild von ihr, in einem dünnen Kleid auf einer sonnigen Wiese. Schnitt zur Titelsequenz, in dem Moment, in dem die zweite Klavierstimme einsetzt.

 

Das Mädchen im Bus. Sie trägt schluffige Klamotten und ist ungeschminkt. Zentral sieht man ihr Gesicht. Sie fängt an zu sprechen. „Ich träume fast jeden Tag von diesen Händen. Es sind viele. Zuerst nehmen sie mich an meinen und führen mich auf Wiesen herum. Später berühren sie meine Schulter, danach meine Brüste und, naja… du kannst dir denken wie es weitergeht. Und jedes Mal wache ich auf und würde mir meine Hände am liebsten abschneiden, zerrupfen und wegschmeißen, damit ich mich nie wieder berühren kann. Ich tue es dann nicht. So etwas tut man auch nicht. Kennst du das? Man will am liebsten irgendetwas abstoßendes, krankes tun und hinterfragt sich letzten Endes doch, was für einen Sinn das alles dann haben soll?“ Schnitt. Ihr gegenüber sitzt ein junger Mann von ungefähr 20 Jahren, blond und etwas feminin. Er sagt: „Ich kann es mir vorstellen. Also wie sich das anfühlt. Es ist doch irgendwie normal.“ Der Bus hält in diesem Moment, das Mädchen steht empört auf und sagt nur „Gar nix is normal.“ Dann steigt sie aus. Er sieht ihr noch kurz nach und legt dann enttäuscht sein Gesicht in seine Hände. Danach wirft er einen Blick auf seine Finger. Man sieht eine Tätowierung auf seinem Daumen, die eine Schlange darstellt.

Schnitt zu IHR. Sie steht an einer verlassenen Bushaltestelle und sieht sich um. Man hört trotz ihrer eher von Landwirtschaft geprägten Umgebung das Rauschen des Meeres. Sie läuft in Richtung eines einsamen Hauses. Es ist etwas heruntergekommen aber in Schuss und bewohnt, denn als SIE die Tür aufmacht, hört man lautes Stöhnen. Es kommt vom Fernseher. Genervt nimmt SIE die Fernbedienung in die Hand und schaltet ihn aus.

 

Der Mann in der Hütte ist des Mädchens vermeintlicher fester Freund. Sie kennen sich noch nicht lange, jedenfalls merkt sie sehr schnell was er will und dass er es sich auch mit Gewalt holen würde. Unterdessen sieht man den jungen Mann heimkommen, wo er von seinem Vater als „Schwuchtel“ beschimpft wird. Apathisch geht er in sein Zimmer um dort SIE zu erreichen, per SMS, und mit ihr einen Treffpunkt auszumachen. Er möchte ihr etwas wichtiges sagen. Sie jedoch wird diese SMS nie lesen. Sie wird in der Zwischenzeit von ihrem „Freund“ bewusstlos geschlagen. Man sieht eine Traumsequenz, in der eine Gruppe aus maskierten Männern ihre Hände nach ihr ausstrecken, so wie sie vorher ihren Traum beschrieben hat. ER sitzt in der Zwischenzeit auf seinem Bett und schreibt ein Gedicht. SIE wacht auf und ist ans Bett ihres Freundes gefesselt. Nachdem dieser versucht, sie zu vergewaltigen, kann sie sich aus der Fessel befreien und flieht. Die Eltern haben die Polizei verständigt. Dann sieht man die Ereignisse, die parallel bei IHM abliefen. Nachts will ER SIE aufs Festnetz anrufen, aber er muss seinen Vater um Erlaubnis fragen, der ihn nur wieder anschreit und zum Schluss schlägt. Ein innerer Monolog, in dem klar wird, dass ER nicht der ist, für den sein Vater ihn hält. Vor allem wird er von ihm in eine sexuelle Rolle hineingedrängt, die er garnicht darstellt. Er läuft raus auf die Straße, trifft dort ein paar seiner Kumpels und probiert an diversen Telefonzellen, ob er SIE übers Festnetz erreicht. Schließlich erreicht er den völlig aufgelösten Vater. Der erzählt ihm, was geschehen ist. Schließlich wird ER von halbstarken Jugendlichen angestresst und bedroht, aufgrund seines femininen Aussehens. ER bricht jedoch einem von ihnen die Nase, woraufhin die anderen fliehen und ER mit seinem Bedroher ins Krankenhaus fahren muss. Traumszene von IHR. Sie sieht auf einmal in der Gruppe maskierter Männer, die sie diesmal aber nicht berühren, ihren Vater. Dieser streckt die Hand nach ihrem Hals aus und reißt ihr Kleid auf. In diesem Moment schreckt SIE auf und weint. SIE ist immer noch verstört. Man sieht ihren Vater beklommen am Tisch sitzen. ER ist in der Zwischenzeit mit dem halbstarken Jugendlichen im Krankenhaus und sieht ihm beim Schlafen zu. Er schreibt eine SMS an SIE, die sie nicht beantwortet. Am nächsten Tag ist IHRE Mutter außer Haus und SIE nutzt die Gelegenheit. Sie fesselt ihren Vater an einen Stuhl, während er vor dem Fernseher schläft. An ihm lässt sie dann ihre Wut aus. Sie schlägt ihn, wirft ihm vor, sie vergewaltigt zu haben. Sie provoziert ihn, packt ihm in den Schritt und bedroht ihn mit dem Messer. Schließlich schneidet sie sich selber die Pulsadern auf. Inzwischen im Krankenhaus ist der Jugendliche wieder aufgewacht und rastet bei SEINEM Anblick aus. Die Krankenschwestern können ihn schwer zurückhalten. Auch hier fallen Begriffe wie „Schwuchtel“. ER kommt jedoch ohne Verletzung davon. Er macht sich auf den Weg zu IHR und findet den Vater und die Leiche seiner Freundin vor. In der nächsten Szene sieht man ihn weinend durch eine rotlichtige Straße rennen. Schließlich eine Traumsequenz, in der er vor einer Bühne sitzt, auf der SIE steht. Der Vater und der Vergewaltiger sitzen neben ihm und erzählen ihm, wie geil sie doch ist, doch er sieht sie nur in einem langen weißen Kleid, nur ihr Gesicht ist mit blutigen Tränen benetzt. Schlussszene:

 

(Musik: Bleeding – Justin Robert)

 

Ein OP-Saal. ER liegt auf dem Tisch und die Ärzte scheinen mehr zu modellieren als zu operieren. Tatsächlich sieht man, während einer langsamen Kamerafahrt, dass SEIN Gesicht nun eher einer Masse aus Ton mit nur noch schemenhaften Konturen ähnelt. Nachdem dies eine Weile gezeigt wird, wird ER nackt auf einen Rolltuhl gesetzt, nur mit einer Decke bekleidet, und in einen Kinosaal gefahren. Dort sieht er Bilder von IHR, wie sie in einem dünnen Kleid über eine Wiese tollt und in die Kamera lächelt. Man sieht schwarze Wassertropfen aus dem Gesicht. Vermutlich sind dies Tränen, doch das kann man nur schwer feststellen, da die Augen fehlen. Schließlich ein Schnitt zu einem Zimmer, wo ER auf einem Bett liegt, nach wie vor ohne Gesicht, und ein Buch in der Hand hält. Er legt es nach einer kurzen Weile weg und macht das Licht aus. In einem letzten Bild sehen wir SIE und IHN, beide ohne Gesicht einen Hang hinabspazieren. Abspann.

Skurriler Kurzfilm:

Ein Bankangestellter und ein sich bewerbender junger Mann begegnen einander in einem Gang mit drei Türen und stellen den Dialog zwischen Alice
und der Edamer Katze dar. Das Verschwinden der Katze und wieder Auftauchen wird ersetzt durch das wahllose Gehen von der einen Tür zur anderen.
Die Sätze der Edamer Katze/des Bankangestellten werden von diesem mehr im Vorbeigehen laut (und logischerweise breit grinsend) an den jungen Mann
gerichtet. Nach dem Gespräch und dem Verschwinden des jungen Manns geht der Bankangestellte langsam und sich dauernd umschauend zu einem
Kaffeeautomaten. Während er sich seinen Kaffee rauslässt, kommt der junge Mann an ihm vorbeigestiefelt, mit einem tortenverschmierten Gesicht,
woraufhin der Bankangestellte irritiert kuckt. Darauf kommt noch jemand mit einem blöden Hut an ihm vorbei und bläst ihm mit einer Tröte ins Ohr.

Irene:

Ein Junge verliebt sich in ein Bild von Renoir, das ein junges Mädchen namens Irene zeigt. Er besucht die Ausstellung, in der das Bild hängt, unheimlich oft, träumt von ihr in Pastelltönen und befreundet sich mit einem Museumswärter, der während seiner Nachtschichten heimlich einem Statuenfetisch nach geht.

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